Marte Meo

Bedeutung

Der Begriff Marte Meo geht auf das lateinische „mars martis“ zurück und bedeutet sinngemäß „etwas aus eigener Kraft schaffen“.
Menschen werden auf verschiedensten Ebenen ermutigt, ihre eigenen Stärken zu erkennen und zu nutzen, um Entwicklungsprozesse zu aktivieren.
Marte Meo ist ein Entwicklungsunterstützungsprogramm.

Marte Meo „ent“-„wickelt“, hebt Potentiale hervor und ermutigt diese zu potenzieren.

„Beginne dort, wo sie sind und baue auf das, was sie haben.“

Laotse, 300 v.Chr.

Entstehungsgeschichte

Marte Meo wurde von der Niederländerin Maria Aarts in den späten 70er Jahren entwickelt. 1987 gründete sie die Organisation Marte Meo und begann, Menschen in der Anwendung von Marte Meo auszubilden. Zwischenzeitlich hat sich Marte Meo zu einer internationalen Bewegung entwickelt und wächst stetig. Maria Aarts geht davon aus, dass gelungene Kommunikationsprozesse immer Entwicklung unterstützen.

Besonderheit

Marte Meo wird bereits seit Ende der 70er Jahre eingesetzt. Marte Meo unterstützt unter Einsatz von Videobildern Entwicklungen auf emotionaler, sozialer, verbaler und handelnder Ebene, indem die Kraft der Bilder genutzt und versprachlicht wird. Anfänglich wurde Marte Meo in der Erziehungsberatung angewendet. Mittlerweile wird die Methode in den verschiedensten Lebens- und Arbeitsbereichen eingesetzt. Ziel ist immer die Begleitung und Unterstützung von Entwicklung.

Zielgruppen

  • werdende, junge, unsichere Eltern
  • Eltern mit Erziehungsschwierigkeiten
  • Pflege- u. Adoptionsfamilien
  • Eltern mit einer psychischen Erkrankung
  • Kinder und Jugendliche mit besonderem Bedarf an Unterstützung, z.B. Schreibabys, Kinder mit Sprachverzögerung, AD(H)S oder Entwicklungsverzögerung
  • Kinder mit Handicap unterschiedlicher Art und deren Eltern
  • als Fortbildungsangebot für pflegerische, pädagogische und therapeutische Fachkräfte in ihrem Arbeitskontext

Ziele

  • Diagnose des Entwicklungsstandes des Kindes nach den Marte Meo Kriterien
  • Stärkung der Eltern - Kind - Bindung
  • Festigung der Eltern - Kind - Beziehung
  • Wahrnehmung und Entwicklung von eigenen Elternkompetenzen
  • Entwicklung und Anwendung gelungener kommunikativer Verhaltensweisen
  • Auflösung von Entwicklungsblockaden
  • Veränderung der innerlichen Haltung gegenüber Konflikten
  • Überprüfung, inwieweit Erziehende in der Lage sind, die Bedürfnisse ihrer Kinder wahrzunehmen und angemessen zu unterstützen